Karnevalsmuffel

Karneval überall. Na gut, hier im Norden nicht ganz so doll, und da bin ich nicht traurig drum. Heute schwappte aber wohl etwas Faschingswahnsinn rüber nach Hannover und der heutige Dienstag ging als Montag und ist als solcher voll in seiner Rolle aufgegangen. Kurz vor acht hätte ich schon wieder nach Hause gehen können, aber ein Highlight jagte das nächste, ein Büttenredner nach dem nächsten trat auf und ich war kurz davor mit Kamelle zu schmeissen. War dann aber doch nur der Antiagressionsball.

War. Das. Lustig. Nicht!

Konnte mich kaum lösen, die Staubwolke die ich beim verlassen der ausgelassenen Party hinterlassen habe war nur Teil meines Kostüms „Roadrunner, der immer Dynamit dabei hat“.

Ich bewerte das Kostüm des Dienstags mit einer glatten 6. Man muss auch wissen, wann es mal gut ist, lieber Dienstag.

Morgen ist dann sicherlich wieder alles normal.

#diehoffnungstirbtzuletzt

Tagebücher – 19.10.1989

Derzeit bin ich ja immer noch am ausmisten. Und dabei fiel mir heute ein kleines Buch in die Hände. Mein Tagebuch. Konnte mich kaum noch erinnern, dass ich jemals Tagebuch geführt habe. Aber dieses Büchlein ist ein Beweis, dass ich es vom 19.10.1989 bis 11.09.1993 getan habe. Also im zarten Alter von 13 bis 17. Entscheidende Jahre 😀

Den ersten Eintrag will ich Euch hier nicht vorenthalten…

„Hey!
Wenn es einmal passieren sollte, dann ist es jetzt passiert, ich bin wieder total verknallt. Diesmal ist es aber glaube ich, ernst.“

19. Oktober 1989

So. Es geht danach noch weiter. Aber das bleibt vorerst im Buch 😀

Ich kann mich da kaum dran erinnern und ganz ehrlich dachte ich, mein größtes Abendteuer mit 13 wäre gewesen, Zügel an meinen meinen Fahrradlenker zu basteln und dann mit meinem Stahlross die Leinemasch zu erkunden. Tja, war wohl nichts. Da ging die Erkundung des anderen Geschlechts los.

Ich habe jedenfalls herzlich gelacht, als ich das Büchlein durchgeblättert habe. Und dann habe ich meine Mutter angerufen… Sie wollte natürlich wissen, um wen es geht und konnte sich natürlich erinnern (ja nee.. is klar). Sie interessiert ebenfalls, was über sie so drin steht, aber so weit bin ich noch nicht 😀

Ich hätte auch etwas für die politische Lage in Deutschland (Wende und so) schreiben können.. aber Hey! (Um das mal aufzugreifen)… ich war 13.

Der erste Impuls war, das Büchlein wegzuschmeissen… aber dann siegte doch die Neugier. Wie das so war damals…  ich kann zwar mein damaliges ich nur in geringer Dosierung ertragen, aber wer weiß wie ich in in 27 Jahren über diesen Blog denke 😉 Ich hoffe jedenfalls, ich kann ihn noch lesen.  Es ist immer für etwas gut. Und vielleicht lasse ich Euch hier noch an der ein oder andere Episode im Leben der jungen Gedankenleine teilhaben. 😉
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F.U. Cancer

Die letzten Tage schlage ich mich hier mit ner starken Erkältung rum. Kein Fieber, aber nen besch******* Husten, der mich Nachts wachhält und der die Mitmenschen dazu bringt, einen gehörigen Sicherheitsabstand zu wahren. Auch der Kreislauf lässt sich nur sporadisch blicken. Aber ich werde es überleben.

Nun… und dann kommt ein Anruf und aller Rotz und Schnodder ist vergessen. Der Krebs, das widerliche Arschloch, schaut wieder im näheren Umfeld vorbei. Ich könnte kotzen und irgendetwas zusammenschlagen. Mehr kann man derzeit nicht machen. Und das lässt mich verzweifeln. Und ich habe Angst.