F.U. Cancer

Die letzten Tage schlage ich mich hier mit ner starken Erkältung rum. Kein Fieber, aber nen besch******* Husten, der mich Nachts wachhält und der die Mitmenschen dazu bringt, einen gehörigen Sicherheitsabstand zu wahren. Auch der Kreislauf lässt sich nur sporadisch blicken. Aber ich werde es überleben.

Nun… und dann kommt ein Anruf und aller Rotz und Schnodder ist vergessen. Der Krebs, das widerliche Arschloch, schaut wieder im näheren Umfeld vorbei. Ich könnte kotzen und irgendetwas zusammenschlagen. Mehr kann man derzeit nicht machen. Und das lässt mich verzweifeln. Und ich habe Angst.

Grübelei

„Macht es Dir etwas aus?“.. mit dieser Frage wurde ich in der vergangenen Woche konfrontiert. Aus dem nichts wurde mir diese Frage gestellt. Es ging hier nicht darum, ob es mir etwas ausmacht, ob sich jemand neben mich setzen darf oder jemand das Bier aus dem Kühlschrank nimmt.

In den meisten Fällen kann ich sehr klar und deutlich kundtun, wenn mir etwas ausmacht. Ohne lange zu grübeln. Ich weiß was ich will, was ich brauche und was ich nicht will.

In diesem Fall ist es nun anders. Weil ich mir über diesen Fall keinen Gedanken gemacht habe. Weil ich meiner Rolle nicht sicher bin.
Wie stehe ich dazu, ist es eine Gewohnheit? Nein, es ist mir sehr wichtig, wertvoll und nicht selbstverständlich. Und nun stand (und stehe) ich mit dem Rücken an der Wand und sollte mir in 5 Minuten darüber klar sein, wie ich es bewerte. Und ob es mir etwas ausmacht, wenn sich nun jemand einbringt.

Hätte ich gesagt, „Es macht mir etwas aus“ hätte diese Person zurückgesteckt. Aber wer bin, jemand anderen etwas zu untersagen, nur weil ich mir nicht sicher bin. Nur weil ich meiner eigenen Position nicht sicher bin?

Meine Antwort lautete „Es macht mir nichts aus“. Das war nicht ganz ehrlich und es belastet mich auch. Aber ich habe es gesagt und dazu stehe ich auch. Ich werde nicht jaulen, rumbocken oder nölen, was immer auch passiert. Und ich werde auch nicht fragen „Warum belastet es mich?“, die Antwort würde ich verdrängen, so wie schon in den letzten Monaten immer wieder.

Manchmal müssen solche Dinge aber auch raus. Dafür ist ein Blog dann ja auch mal da.

Momente

Wie heisst es so schön: „Es sind die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen.“
Die kleinen Dinge und die kleinen Momente. Die Momente mit Menschen mit denen man lachen und einfach mal die Seele baumeln lassen kann.

Diese Momente sind nicht selten, aber ich geniesse jeden einzelnen von ihnen. Sie geben mir Kraft und erden mich gleichzeitig. Und das ist wichtig.

Man darf sie nur nicht vergessen. Und das passiert definitiv leider zu oft.