Zusatztag

Montag der 29. Februar 2016. Der Extratag in diesem Jahr. Davon könnte ich einige mehr derzeit gebrauchen. Oder mehr Stunden im Tag. Input, neue Aufgaben, neue Projekte. Der Kopf ist voll. Heute das erste Mal gedacht, es könnte vielleicht etwas viel sein. Wenn der xte Mitarbeiter vor einem steht mit wirren Fragen, man Mediator spielen muss und virtuell in Videokonferenzen Händchen hält. Aber es macht doch Spaß. Nur die Balance muss stimmen. Und auch das kostet Kraft.

Karnevalsmuffel

Karneval überall. Na gut, hier im Norden nicht ganz so doll, und da bin ich nicht traurig drum. Heute schwappte aber wohl etwas Faschingswahnsinn rüber nach Hannover und der heutige Dienstag ging als Montag und ist als solcher voll in seiner Rolle aufgegangen. Kurz vor acht hätte ich schon wieder nach Hause gehen können, aber ein Highlight jagte das nächste, ein Büttenredner nach dem nächsten trat auf und ich war kurz davor mit Kamelle zu schmeissen. War dann aber doch nur der Antiagressionsball.

War. Das. Lustig. Nicht!

Konnte mich kaum lösen, die Staubwolke die ich beim verlassen der ausgelassenen Party hinterlassen habe war nur Teil meines Kostüms „Roadrunner, der immer Dynamit dabei hat“.

Ich bewerte das Kostüm des Dienstags mit einer glatten 6. Man muss auch wissen, wann es mal gut ist, lieber Dienstag.

Morgen ist dann sicherlich wieder alles normal.

#diehoffnungstirbtzuletzt

Positiv

Ganz ehrlich. Die meiste Zeit im Job bemühe ich mich um gute Laune und das berühmte positive Denken. Den Kollegen mit einem Lächeln begegnen, egal mit was für einem Mist ich aus dem Treffen rauskomme. Kommunikation und Interaktion mit den Kollegen ist mir wichtig. Und das ein Ergebnis dabei heraus kommt. Und wenn man dabei noch lachen kann, geht es doch viel besser. ok, manchmal ist das Lachen sicherlich auch dazu da, Spannungen zu lösen (oder Hysterie zu überspielen). Und das klappt dann auch meistens. Die direkten Kollegen ticken Gottseidank auch genauso. Und der Vorgesetzte auch. Er sieht, was wir leisten und die Ergebnisse. Daher haben wir sicherlich auch hin und wieder Narrenfreiheit. Was zählt, ist das Ergebnis.

Und doch gibt es dann manchmal auch dieses Loch. Das auf einmal vor einem auftaucht, wo man unvermittelt reinstürzt und wo das Glas noch nicht einmal zu einem Viertel gefüllt ist und alles über einen zusammenstürzt. Wenn man Dinge nicht beeinflussen kann und das Gefühl hat, frontal mit 200 km/h gegen die Mauer zu rasen. Wo das innere Schweigehorn bockig in der Ecke sitzt und den Gedankenfluss blockiert.

Aus dem Loch wieder herauszukommen kostet Kraft. Aber es geht. Irgendwie. Irgendwie geht es immer.

So, ich werfe jetzt dem Kollegen den Antiagressionsball an den Kopf, schmeiße 10 € in das Phrasenschwein (fast so gut gefüllt wie die Fluchsau), dann geht es sicher wieder.