Auszeit

Jeder Mensch braucht hin und wieder eine Auszeit. Bei mir war es nun an diesem Wochenende soweit. Die letzten Monate mit den Reisen nach Slowenien zerren doch ziemlich an meinen Kräften. Ich lerne eine Menge auf diesen Reisen, lerne Land und Leute kennen und auch lieben. Die Arbeit steht natürlich meist im Vordergrund. Aber die Erfahrungen die ich dort in den Workshops sammele und die Anerkennung der Kollegen geben mir eine Menge Kraft und Selbstvertrauen. Dies merke ich auch im heimischen Büro. Ich verändere mich. Und das ist gut so.

Aber es ist halt auch anstrengend. Die Fliegerei ist nicht so schlimm. Das Umschalten zwischen Workshop und Daily Job ist nicht einfach. Kaum im Hannover wieder angekommen, prasseln die Anforderungen der Kollegen vor Ort auf einen ein. Und alles natürlich immer sofort, am besten gestern. Ich renne teilweise nur noch hinterher, beste Voraussetzungen für Fehler. Da muss sich etwas ändern. Wenn ich in Slowenien bin, bin ich für die Kollegen und Vorgesetzte halt weg. Das ich dort auch arbeite und das Projekt einiges an Zeit und Energie schluckt, wird kaum gesehen. Das geht jetzt jetzt seit einigen Monaten so (na ja, wenn wir ehrlich sind seit einigen Jahren, aber das ist ein anderes Thema). Ich liebe meinen Job wirklich, aber gerade habe ich ein wenig die Nase voll.

Damit dies sich wieder ändert, habe ich mir dieses Wochenende eine Auszeit verordnet. Nichts dramatisches. Wohnungstür zu und gut. Ich habe ein gut funktionierendes RL neben der Arbeit, was ich nicht missen möchte. Aber am Freitagmorgen fand ich mich selber so unausstehlich, dass ich mich keinem aus meinem Umfeld zumuten wollte. Einfach die Tür hinter mir schliessen, Decke übern Kopf und als einzige Anforderung an mich: Atmen, Schlafen, Essen, Musik, Erholen. Die innere Balance wieder gerade rücken. Und einen Plan aufstellen bzw. eine Struktur für den Arbeitsalltag finden. Manche Dinge werde ich nicht abstellen können, wie zB meinen Kopf, der eigentlich immer arbeitet. Aber das ist halt so. Ab morgen wird nicht alles rosarot sein, aber ich habe es in der Hand es zu ändern. 

Die kommenden Wochen sind wieder voller Termine. Mit Freunden, Kollegen und auch in Slowenien. Auf die ich mich freue. Und das ist doch das wichtigste. 

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